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Internistin aus Serbien

Schon während meines Medizinstudiums in Serbien habe ich gehört, dass es in Deutschland an Ärzten fehlt. Die Option, dort zu arbeiten, fand ich sehr  interessant, also habe ich am Goethe Institut in Novi Sad angefangen Deutsch zu lernen.

Als ich mein Examen dann hatte, wollte ich unbedingt in Deutschland arbeiten und habe mich gezielt bei einigen Kliniken beworben. Um mein Deutsch weiter zu verbessern - die Sprache muss man einfach beherrschen, wenn man mit Patienten arbeitet -  habe ich während meines Urlaubs einen Intensivkurs an der Volkshochschule in Karlsruhe besucht. Genau zu dem Zeitpunkt hat das Klinikum Karlsbad Langensteinbach, also ganz in der Nähe, auf meine Bewerbung reagiert. Was soll ich sagen? Der Rest ist Geschichte... Nach mittlerweile zwei Jahren in Karlsbad kann ich sagen: Das war ein glücklicher Zufall.

Weil die Gleichwertigkeit meines Studiums noch nachgewiesen werden musste, habe ich zunächst als Hospitantin gearbeitet und mich auf meine Prüfung vorbereitet. Das war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt: Als ich die Prüfung erfolgreich abgelegt hatte, bekam ich eine deutsche Approbation ausgestellt. Jetzt kann ich ganz regulär als Ärztin in Deutschland arbeiten.

In dem Anerkennungsprozess hat mich das Klinikum aktiv unterstützt. Überhaupt bin  ich hier sehr gut aufgenommen worden! Es gibt z.B. auch einen Deutschkurs für Ärzte im Haus, denn wir sind viele internationale Kollegen. Da ist das Einleben auch gleich viel leichter, finde ich. Einen Kulturschock  habe ich eigentlich gar nicht erlebt. Das geht bei mir einfach so Schritt für Schritt. Mein nächstes Projekt ist mein Führerschein. Den muss ich auch noch umschreiben lassen...