TechnologieRegion Karlsruhe

Bildungsangebot in der TRK

Vom Kindergarten bis zur Hochschule und weiter zum lebenslangen Lernen: Das Bildungsangebot in der TechnologieRegion Karlsruhe zeichnet sich durch Vielfalt, hohen Anspruch, breite Vernetzung und kurze Wege aus. Im Jahr 2012 wurden 21 Schulen aus der TechnologieRegion Karlsruhe mit dem Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Auszeichnung geht an Schulen, die sich in herausragender und beispielhafter Weise um ihre Schüler bemühen und ihnen bei der Wahl eines Berufes mit Rat und Tat zur Seite stehen. Daneben sind alle Schularten in der TRK vertreten: 446 Grund-, Haupt- und Sonderschulen, 51 Realschulen und 33 Berufsschulen sowie 47 allgemeinbildende Gymnasien. Es gibt zudem spezialisierte Schulen wie Waldorfschulen und Privatgymnasien sowie die mehrsprachige Europäische Schule Karlsruhe. Wo Sie auch wohnen, Ihre Kinder erreichen in der TechnologieRegion Karlsruhe auf kurzen Wegen jede gewünschte Schulart. Das vernetzte Bildungssystem ist ein weiterer Pluspunkt unserer Region, den Eltern zu schätzen und ihre Kinder zu nutzen wissen.

 

Schularten in Deutschland

In Baden-Württemberg besteht, wie in ganz Deutschland, Schulpflicht. Schulpflichtig sind alle Kinder und Jugendliche, deren Eltern ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Arbeits- oder Ausbildungsstätte in Baden-Württemberg haben.

Die Schulpflicht umfasst die Teilnahme am Unterricht und an den übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule sowie die Einhaltung der Schulordnung der besuchten Schulart. Die große Mehrheit der Schulen in Deutschland wird vom Staat betrieben. Ihre Kinder können diese Schulen daher kostenlos besuchen.

Kinder, die das sechste Lebensjahr bis zum 30. September vollendet haben, also ihren sechsten Geburtstag gefeiert haben, sind schulpflichtig und zum Besuch einer Grundschule verpflichtet.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 ist eine Erweiterung der Stichtagsflexibilisierung auf das gesamte sechste Lebensjahr (vom 1. Oktober bis 30. Juni) erfolgt. Kinder, die zwischen dem 1. Oktober und dem 30. Juni sechs Jahre alt werden, können auch ohne weitere Formalitäten von den Eltern zur Schule angemeldet werden. Über die Einschulung entscheidet wie bisher die Schulleitung.

Hinweis

In der Regel versendet die jeweilige Grundschule Einladungen mit den Einschulungsterminen an die Eltern. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen sich die Eltern persönlich an die Grundschule ihres Wohnsitzes wenden.

In welche Grundschule das Kind gehen soll, kann nicht frei ausgewählt werden. In der Regel wird das Kind jene Grundschule besuchen, in deren Bezirk die Eltern ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt haben. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann Ihr Kind auf Antrag den Schulbezirk wechseln und in einer anderen Grundschule eingeschult werden. Der Besuch der Grundschule dauert vier Schuljahre.

Zur Schulanmeldung muss das Kind vorgestellt und folgende Dokumente vorgelegt werden:

  • Personalausweis des Sorgerechtsinhabers (in der Regel Mutter oder Vater)
  • Geburtsurkunde oder Abstammungsurkunde des Kindes
  • Meldebestätigung des Schulverwaltungsamtes

Im Anschluss an die Grundschule muss eine der weiterführenden Schularten Werkrealschule/Hauptschule, Realschule, Gemeinschaftsschule oder allgemeinbildendes Gymnasium besucht werden (Sekundarstufe I). Die Besuchspflicht beträgt fünf Jahre.

 

Auf einen Blick

  • In Deutschland besteht eine allgemeine Schulpflicht.
  • Die Schulpflicht, also der Pflichtaufenthalt (Vollzeitschulpflicht) in der Schule, beträgt bundesweit neun, höchstens zehn Jahre.
  • Die Erziehungsberechtigten haben für die Erfüllung der Schulpflicht Sorge zu tragen.
  • Die Grundschulzeit beträgt 4 Jahre. Die zu besuchende Grundschule wird anhand Ihrer Wohnadresse ermittelt, es besteht also keine freie Grundschulwahl.
  • Nach der Grundschule gibt es weiterführenden Schularten: Werkrealschule/Hauptschule, Realschule, Gemeinschaftsschule oder allgemeinbildendes Gymnasium.
  • Der Besuch der Realschule endet mit der 10. Klasse und dem Erhalt der "Mittleren Reife", welche Voraussetzung für die meisten Ausbildungsberufe ist.
  • Der Besuch des Gymnasiums endet nach der 12. oder 13. Klasse (abhängig vom "G8/G9 Modell") mit dem Erhalt des Abiturzeugnisses, welches zu einem Studium an einer Universität berechtigt.



Weiterführende Schularten in Deutschland

Werkrealschule / Hauptschule

Zentrales Bildungsziel der Werkrealschule und Hauptschule ist es, die Begabungspotentiale der Schülerinnen und Schüler zu erkennen, zu fördern und so zu gelingenden Bildungsbiographien beizutragen. Pädagogisches Leitprinzip ist eine durchgängige individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und eine verstärkte Berufswegeplanung in allen Klassenstufen.

Ein zentrales Element der Werkrealschule und Hauptschule sind die Wahlpflichtfächer

  • Gesundheit und Soziales,
  • Wirtschaft und Informationstechnik sowie
  • Natur und Technik.

Diese werden in den Klassenstufen 8 und 9 und 10 unterrichtet. Sie bieten ein nachhaltiges Konzept zur breiten beruflichen Orientierung, das Raum zur Gestaltung nach den schulischen Bedürfnissen eröffnet. Die Wahlpflichtfächer sollen eine Orientierung für die Ausbildungsentscheidung bieten.

Prinzip der Werkrealschule und Hauptschule ist eine durchgängige individuelle Förderung in allen Klassenstufen

Realschule

Die Realschule vermittelt in sechs Schuljahren (Klassen 5 bis 10) eine in sich abgeschlossene, erweiterte allgemeine Bildung und ein vertieftes Grundwissen. Hiermit wird die Grundlage für praktisch orientierte Berufe gelegt, in denen Aufgaben mit gehobenen Ansprüchen an Selbständigkeit, Verantwortung und Menschenführung zu bewältigen sind.

Mit bestandener Abschlussprüfung nach der 10. Klasse erwerben die Schülerinnen und Schüler den mittleren Bildungsabschluss (mittlere Reife).

Der Realschulabschluss berechtigt

  • zur Aufnahme einer Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und in einem geregelten Ausbildungsgang,
  • zum Übergang in ein- oder mehrjährige Berufsfachschulen,
  • zum Übergang in ein- oder mehrjährige Berufskollegs und
  • zum Übergang in ein berufliches oder allgemeinbildendes Gymnasium.

Auch hier können Ihre Kinder einen Wechsel vornehmen, zum Beispiel von einer Realschule auf ein Gymnasium. Voraussetzung hierfür sind gute bis sehr gute schulische Leistungen.

Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsstarke, sozial gerechte und den demokratischen Werten besonders verpflichtete Schule, die alle Bildungsstandards der allgemein bildenden Schulen anbietet.

Die Gemeinschaftsschule kann die Klassen 5 bis 10 (Sekundarstufe I), gegebenenfalls auch die Klassen 1 bis 4 (Primarstufe) und 11 bis 13 (Sekundarstufe II) umfassen. Bis zum Ende der Sekundarstufe I bleiben dabei alle Abschlussmöglichkeiten offen.

Mögliche Abschlüsse:

  • Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10
  • Realschulabschluss nach Klasse 10
  • Abitur nach der Sekundarstufe II (drei weitere Jahre nach Klasse 10) entweder bei ausreichender Schülerzahl an der Gemeinschaftsschule selbst oder an einem anderen allgemein bildenden oder beruflichen Gymnasium.

Ein Wechsel aus einer Gemeinschaftsschule ist an jede allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg und Deutschland jederzeit möglich. In Baden-Württemberg kann darüber hinaus ab Klasse 8 an ein berufliches Gymnasium der sechsjährigen Aufbauform gewechselt werden.

Eine Gemeinschaftsschule kann unabhängig vom Wohnort des Kindes ausgesucht werden, es gibt keine Bindung an einen bestimmten Schulbezirk.

Allgemeinbildendes Gymnasium

Das allgemeinbildende Gymnasium vermittelt eine breite und vertiefte Allgemeinbildung, die zur allgemeinen Studierfähigkeit führt.

Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde in Baden-Württemberg allgemein für alle Schülerinnen und Schüler, die in die fünfte Klasse aufgenommen werden, das achtjährige Gymnasium eingeführt. Informationen darüber finden Sie auf den Seiten des Kultusministeriums im Kapitel zum allgemein bildenden Gymnasium.

Das Kultusministerium bietet im Rahmen eines Schulversuchs mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 an insgesamt 44 ausgewählten Schulen die Möglichkeit für einen alternativen neunjährigen Weg zum Abitur am allgemein bildendenden Gymnasium an. Die Standorte der Modellschulen und weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Modellversuch G8/G9" ebenfalls auf den Seiten des Kultusministeriums.

Das allgemeinbildende Gymnasium wird angeboten als:

  • Gymnasium mit sprachlichem Profil
  • Gymnasium mit humanistischem Profil
  • Gymnasium mit naturwissenschaftlichem Profil
  • Gymnasium mit Profil Bildende Kunst
  • Gymnasium mit Musikprofil
  • Gymnasium mit Sportprofil
  • Gymnasium in Aufbauform (ab Klasse 7 beziehungsweise ab dem Einführungsjahr der gymnasialen Oberstufe)

Mit dem Abschluss der Klasse 10 beziehungsweise Klasse 11 in den G9-Modellschulen (Ende der Sekundarstufe I) wird den Schülerinnen und Schülern die mittlere Reife (Fachschulreife) zuerkannt.

Mit bestandener Abiturprüfung wird die allgemeine Hochschulreife zuerkannt und damit die allgemeine Studierfähigkeit bescheinigt.

Wird der Besuch des Gymnasiums nach einem Jahr im Kurssystem abgeschlossen oder die Abiturprüfung nicht bestanden, kann das Gymnasium zu einem späteren Zeitpunkt auf Antrag das Zeugnis der „Fachhochschulreife“ ausstellen, wenn der schulische Teil der Anforderungen erbracht wurde und der Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder eines einjährigen Praktikums (einschließlich eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres oder eine dem entsprechende Tätigkeit im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes) vorliegt. Die Fachhochschulreife berechtigt zu einem Studium an den Fachhochschulen in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Sachsen.

Privatschulen

Die große Mehrheit der Schulen in Deutschland wird vom Staat betrieben. Daneben stehen Ihnen natürlich private und internationale Schulen offen, für die allerdings Gebühren anfallen.

Träger einer privaten Schule können sowohl Privatpersonen als auch juristische Personen des privaten oder des öffentlichen Rechts (z.B. Stiftungen, Vereine, Kirchen, Unternehmen) sein.

Privatschulen gibt es im allgemeinbildenden Bereich und im Bereich der beruflichen Schulen (z.B. Berufsfachschulen, Berufskollegs, berufliche Gymnasien).

Privatschulen, die eine Entsprechung im öffentlichen Schulwesen haben, sind Ersatzschulen; auch die Freien Waldorfschulen fallen darunter.

Mit dem Besuch einer Privatschule (Ersatzschule) erfüllt Ihr Kind die gesetzliche Schulpflicht. Bei einer Ersatzschule können Sie als Eltern davon ausgehen, dass die Lehrziele, Einrichtungen sowie die wissenschaftliche Ausbildung der Lehrkräfte nicht hinter denen an öffentlichen Schulen zurückstehen. Ersatzschulen ohne staatliche Anerkennung, sogenannte genehmigte Ersatzschulen, dürfen staatliche Abschlüsse nicht selbst vergeben, es finden externe Prüfungen (Schulfremdenprüfungen) statt. Erkundigen Sie sich daher, ob die Ersatzschule Ihrer Wahl staatlich anerkannt und somit berechtigt ist, Prüfungen abzuhalten und Zeugnisse zu erteilen.

Europäische Schule Karlsruhe (ESK)

Albert-Schweitzer-Straße 1
D - 76139 Karlsruhe
Tel.  +49 (0) 721 6 80 09 0
Fax.  +49 (0) 721 6 80 09 50

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